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Wie funktioniert eigentlich unser Netz?


!! Die hier angegebenen Informationen sind vollkommen veraltet und allenfalls noch etwas für das Geschichtsbuch!!

-Anschluß der Türme an das Wissenschaftsnetz (WIN)
-Verkabelungsstruktur im OIH
       Koaxialverkabelung (BNC-Netz)
       TP-Verkabelung (Twisted Pair)
-HUB, Router, Repeater


-Anschluß der Türme an das Wissenschaftsnetz (WIN)

Die Lousberg-Türme sind über eine Laser-Richtfunkstrecke, die auf dem Otto-Petersen-Haus installiert ist, mit dem Rechenzentrum verbunden und damit an das Wissenschaftsnetz angeschlossen.

Zwischen den Türmen selbst ist Glasfaserkabel verlegt, welches im Serverraum in der 7.Etage des OPH zusammenläuft.

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-Verkabelungsstruktur im OIH

Auf dem Bild oben ist auch zu sehen, wie die interne Verkabelung im OIH realisiert ist.

An Router 1 ist der Lichtwellenleiter der unser Haus mit dem OPH verbindet über einen LWL-Transceiver auf eine "normale" Netzkarte geschaltet. Router1 und Router 2 verteilen die ankommenden Datenpakete an die einzelnen Kabelstränge, die an weitere Netzkarten angeschlossen sind. An diese Stränge sind (wie unter Router 2 zu sehen) die einzelnen Rechner angekoppelt.

Auf unserem "Hausserver" (Mail, in der Mitte dargestellt), werden die einkommenden EMails gespeichert. Außerdem dient er als WWW-Server (auch diese Seite hier kommt von diesem Server). Dort kann auch jeder Bewohner des OIH eine eigene Homepage ablegen.

-Koaxialkabel (BNC-Netz)

Momentan ist in unserem Haus intern Koaxialkabel verlegt. Ein solcher Kabelstrang fängt jeweils auf der 7.Etage in einem der Routerschränke an und wird von dort ab in die einzelnen Zimmer geführt.
Die Koaxialverkabelung verlangt eine sogenannte BUS-Struktur (Bild unten: rechte Seite), d.h. das Kabel führt von Rechner zu Rechner - und wird deshalb schnell sehr lang weil es in jedes Zimmer hinein- und wieder herausgeführt werden muß.
Eine (eigentlich wünschenswerte) Verzweigung auf dem Flur ist nicht möglich - das liegt leider außerhalb der Spezifikationen.

So ergeben sich diverse Nachteile dieser Art von Verkabelung:
Zum einen gibt es eine Längenbeschränkung auf 180m. Die meisten Stränge sind bei uns jedoch schon weit über 200m lang - deshalb ist es schon öfter vorgekommen, daß einzelne Netzkarten in einem Strang ausgefallen sind. Bisher konnte das noch kompensiert werden, indem einfach neue Stränge angelegt wurden. Allerdings sind mittlerweile die Steckplätze in den Routern erschöpft, so daß dies in Zukunft nicht mehr möglich ist. Deshalb wird in diversen Strängen jeder Neuanschluß zum Risiko.

Weiterhin darf ein Kabelstrang keinesfalls unterbrochen werden, da sonst alle Rechner die an diesen angeschlossen sind keine Verbindung zum Router mehr aufnehmen können - das ist der Grund, weshalb das T-Stück nicht abgenommen werden darf. Wenn z.B. beim Staubsaugen der Kontakt im Stecker abgerissen wird, ist der gesamte Strang platt und die Sucherei nach dem Fehler geht los :-)

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-TP-Verkabelung (Twisted Pair)

Abhilfe schafft eine andere Verkabelungstechnik: eine Sternverkabelung mit Twisted-Pair-Kabel (im Bild links).
Hierbei wird von jedem Zimmer aus ein eigenes Kabel direkt in den Routerraum gelegt. Dort wird es auf ein sog. Patchfeld aufgeschaltet und ueber ein Kabel mit einem Hub verbunden. Im Zimmer wird eine Dose fest installiert, an die man seinen Computer anstöpselt.

Das sieht nicht nur schöner aus als das "herumliegende" Koaxialkabel, sondern hat auch noch eine Reihe handfester Vorteile:
- keine relevante Längenbeschränkung (liegt bei 100m und damit weit unter der maximalen Kabellänge die wir hier im
   Haus verlegen werden), dadurch keine Probleme weil jeder sein eigenes Kabel bekommt
- Wenn man seinen Stecker aus der Dose zieht, dann legt man seinen eigenen 'Strang' lahm - hat keinen Einfluß auf
   andere Rechner
- weitaus leichter zu warten
- läßt sich später erweitern (statt 10MBit/s funktioniert die Verkabelung auch mit 100MBit/s)
Nachteil: teurer als Koaxialverkabelung.


-Hub    Router    Repeater

-Router

Ein Router ist ein Rechner, der ankommende Datenpakete an die richtige Stelle weiterleitet. Wo die "richtige Stelle" ist, kann er anhand von sog. Routing-Tabellen erkennen.
Ein Router arbeitet "protokollabhängig" - er kann also keine Netzpakete weiterleiten, wenn er deren Aufbau nicht kennt.

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Beispielsweise soll Rechner B ein Paket an Rechner E versenden.
B kann anhand der ihm bekannten Netzmaske und der IP-Nummer erkennen, daß Rechner E nicht an demselben Kabel hängt. Also sendet er das Paket an das "Default Gateway" - das ist eine Adresse unter der Router 1 zu erreichen ist.
Router 1 empfängt das Paket und vergleicht die Zieladresse mit seiner Routing-Tabelle. Dort erkennt er, daß Rechner E irgendwo an Router 2 angeschlossen ist und leitet das Paket an diesen weiter. Router 2 sendet die Daten dann in den Strang, an dem E hängt. Die Rechner A und D haben von diesem Datenaustausch überhaupt nichts mitbekommen, C empfängt zwar die Daten, aber wertet sie nicht aus.

Will nun Rechner C ein Paket an B versenden, so erkennt er anhand der Netzadresse und der Netzmaske daß sich B an demselben Kabelstück befindet und sendet das Paket direkt dorthin.

In unserem Netz gibt es zwei solche Router: Rauter1 und Rauter2.
Rauter1 ist ein 486DX/33 mit 16MB Ram, 256kB Cache und 7 Netzkarten
Rauter2 ist ein 486DX/50 mit 8MB Ram, 128kB Cache und 5 Netzkarten.
In beiden Router ist sonst nichts installiert (kein Diskettenlaufwerk, keine Festplatte, keine Grafikkarte, keine Schnittstellen.)
Ihr Betriebssystem (Linux V1.2.13 bzw. V2.0.22) beziehen sie direkt von unserem Mailserver über das Netz.


-Repeater

Ein Repeater ist ein Verstärker, der einfach alle an einem Eingang ankommenden Signale auffrischt und sie an die restlichen Ausgänge weiterverteilt. Ein Repeater arbeitet Protokollunabhängig und kann deshalb im Gegensatz zu einem Router keine Strangtrennung vornehmen, allerdings spielt es auch keine Rolle mit welchem Protokoll man arbeitet. Die Pakete werden auf jeden Fall weitergeleitet. Mit einem Repeater kann man die zulässige Kabellänge erhöhen, oder einen Strang in mehrere unterteilen. Wir haben einen 4-Port-Repeater im Einsatz.

-Hub

Im Gegensatz zur Koaxialverkabelung muß für die Sternverkabelung beim Twisted-Pair-Netz für jeden Rechner ein eigenes Kabel gezogen werden, weil sich nicht mehrere Netzkarten an eine Leitung anschließen lassen.
Ein Hub hat mehrere Anschlüsse für diese Kabel (meist 16-32 Stück); prinzipiell arbeitet er wie ein Repeater, allerdings hat er meist noch diverse Zusatzfunktionen.


Lars Bürding, 13.12.1996


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