Unten der Pressetext der RWE Rheinbraun AG.
Eine Karte des Rheinischen Braunkohenrevier findet man hier
(952 KB).
Die Route
Die direkte Verbindung zwischen den Tagebauen kam nicht in Frage.
·Die Bagger können nur sehr begrenzt Steigungen oder Gefällstrecken befahren.
§Richtungsänderungen sind nur in weiten Kurvenbögen möglich.
§Hindernisse, wie Straßen und Eisenbahnstrecken, müssen möglichst ebenerdig überquert werden. Das erspart aufwändige Kiesanschüttungen.
§Die Trasse muss ausreichend tragfähig sein. Dafür sind umfangreiche Bodenuntersuchungen notwendig. Manche Stellen der landwirtschaftlich genutzten Flächen werden frühzeitig stabilisiert. Zum Beispiel sorgt eine frühe Aussaat von Gras dafür, dass der Boden nicht zu viel Wasser speichert.
§Die Transportbahn ist 60 Meter breit, in Kurven sogar 80 Meter. Ihre Doppelnutzung vermindert die Belastungen für die Grundeigentümer, meist Landwirte, und entlastet die von Umleitungen betroffenen Verkehrsteilnehmer. Außerdem spart sie erhebliche Kosten.

Besondere technische
Aufgaben:
Die beiden Großgeräte müssen auf ihrer Fahrt zu den neuen Arbeitsplätzen viele Hindernisse kreuzen oder in großer Nähe passieren. Dazu zählen die Autobahn 61, die Bundesstraßen 477 und 55, die Bahnlinie Neuss-Horrem, die Erft und mehrere Landstraßen. Die Zeitpunkte der Überquerungen müssen in Absprache mit den zuständigen Behörden so gewählt werden, dass Störungen so gering wie möglich ausfallen. RWE Rheinbraun informiert die Verkehrsteilnehmer in den Tageszeitungen rechtzeitig über alle Sperrungen und Umleitungsstrecken.
§Zu einem Treffen der Giganten kommt es in der Nacht von Samstag, 10. Februar, auf Sonntag auf der Höhe der Autobahn A 61, die westlich von Bergheim überquert wird. Dann stehen sich die beiden Bagger beidseits der Strecke gegenüber, ehe der eine den anderen vorbei ziehen lässt. Um die Fahrbahn vor Schäden zu schützen, verteilen Hilfsgeräte 2 000 Kubikmeter Kies und Schotter auf der 60 Meter breiten Überfahrtstelle. Die Autobahn wird etwa 14 Stunden gesperrt sein, wobei die eigentliche Überfahrt nur 20 Minuten dauert: Vorbereitung und Aufräumen des Fahrweges nehmen wesentlich mehr Zeit in Anspruch.
§Die Schienen und die Befestigungen der Eisenbahnstrecke Neuss-Horrem werden rechtzeitig mit rund 120 Kubikmetern Schotter gut einen Meter über die Schienenoberkante hinaus abgedeckt. Zur Überquerung werden beidseits der Bahnstrecke insgesamt mehr als 1 000 Kubikmeter Kies als Rampen aufgetragen.
§Die Bagger überqueren die Erft an zwei Stellen. Hierfür wird das Erftwasser über einen Bypass aus Stahlrohren von jeweils 1,3 Metern Durchmesser umgeleitet. Das Flussbett selbst wird mit großen Steinen verfüllt. Allein die Arbeiten zur Vorbereitung und späteren Wiederherstellung dieser Stelle dauern etwa sechs Tage.
§Hochspannungs- Freileitungen müssen unmittelbar vor den nahenden Baggern abgelegt werden. Das wird eng mit den Energieversorgern abgestimmt, damit sie die Stromversorgung ihrer Kunden über Ausweichstrecken sicher stellen können. Dies ist zum Beispiel für die Hochspannungsleitungen parallel zur Autobahn 61erforderlich.
§Insgesamt müssen für den Zug der Geräte fast 200 000 Kubikmeter Kies und Erdreich angeliefert, verteilt und wieder abtransportiert werden. Haben die Bagger das jeweilige Hindernis überwunden, beginnen so schnell wie möglich die Arbeiten für die Wiederherstellung von Äckern, Gewässern, Straßen und Wegen. Transportbedingte oder Folgeschäden übernimmt RWE Rheinbraun.
§Auf
die Baggertrasse selbst dürfen nur solche Begleitfahrzeuge, die auf
Raupen fahren. Denn der Untergrund wird durch kleine Fahrzeuge mit vergleichsweise
schmalen Reifen stärker belastet als durch die eigentliche Baggerfahrt.
Das einzige Fahrzeug ohne Raupenfahrwerk, das ständig den Bagger begleiten
darf, ist ein Kabelwagen für die Stromversorgung. Sein Fahrwerk wurde
für die Transportaktion aufwändig umgebaut, damit keine tiefen
Furchen entstehen.
Der Terminplan
Sicherheit und Rücksicht spielen auch bei der Terminplanung eine wichtige Rolle: Der größte Teil des Weges wird bei Tageslicht zurück gelegt. Die Querung von Straßen, Stromleitungen und Gewässern wurde lange im Voraus auf die Stunde genau berechnet, damit Sperrungen, Räumungen und Vorarbeiten reibungslos ablaufen können und so wenige Behinderungen wie möglich entstehen.
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Bagger
288
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Bagger
259
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Samstag,
3.2.
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Elsdorf
und Berrendorf:
§Landstraße
276
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Paffendorf:
§Bundesstraße
477
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Mittwoch,
7.2.
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Bergheim/Elsdorf:
§Landstraße
276
§Bundesstraße
55
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Freitag,
9.2.
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Glesch/Paffendorf:
§Erft
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Samstag,
10.2.
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Autobahn 61 bei Bergheim |
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Sonntag,
11.2.
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Glesch/Paffendorf:
§Bahnlinie
Neuss-Horrem
§Erft
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Dienstag,
13.2.
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Elsdorf:
§Landstraße
276
§Bundesstraße
55
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Freitag,
16.2.
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Neurather
Höhe:
§Landstraße
213
|
Elsdorf:
§Landstraße
276
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Samstag,
17.2.
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Golfplatz
Erftaue:
§Erft
§Bahnlinie
Neuss-Horrem
Landstraße
116
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Die Planer des Transports
und die Begleitmannschaft treffen umfangreiche Vorkehrungen, um Störungen
auf ein Minimum zu begrenzen. Zum Beispiel werden Besucherparkplätze
an den Tagen eingerichtet, an denen mit vielen Schaulustigen gerechnet
wird. Für die unvermeidlichen Beeinträchtigungen, etwa durch
Verkehrsumleitungen oder durch Bauarbeiten, bittet RWE Rheinbraun die betroffenen
Bürger um ihr Verständnis.
Bagger 288
Mit dem Schaufelradbagger 288 und seinem fast baugleichen Kollegen 289 begann 1978 ein wichtiges Kapitel im rheinischen Braunkohlenbergbau. Die beiden sind die ersten Bagger der 240 000er Generation Rheinbraun. Bagger 288 kann mit den 18 Eimern seines Schaufelrads 240 000 Tonnen Kohle oder Kubikmeter Abraum pro Tag fördern; diese Menge passt in 2400 Rheinbraun Kohlewaggons oder 16 000 Kieslaster.
Bagger 288 war der größte Bagger der Welt, als er 1978 im damals neu aufzuschließenden Tagebau Hambach in Betrieb ging und das ist er bis heute geblieben. Das Gerät ist 240 Meter lang und 96 Meter hoch. Es wird von fünf Mann Besatzung bedient. Das Gewicht des Baggers ruht auf zwölf Raupenfahrwerken, die in drei Gruppen zusammen gefasst sind und von denen jedes 3,80 Meter breit ist. Wegen dieser großen Auflagefläche ist der Bodendruck des Baggers so gering, dass die Querfeldeinfahrt problemlos möglich ist. Das Fahrwerk wird elektrisch angetrieben: Der Bagger hat für seine Stromversorgung eine Kabeltrommel mit einem Kilometer Stromleitung an Bord, die unterwegs immer wieder an andere Einspeisepunkte angeschlossen wird.
Nicht nur wegen der Kabelaktionen ist der Transport langsam: Die Fahrwerksmotoren bringen den Riesen nur zehn Meter pro Minute voran kein atemberaubendes Tempo, aber ein atemberaubendes technisches Schauspiel wird es ganz sicher.
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Bagger 288 |
Bagger 259
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Nennleistung:
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240 000
|
fm³/Tag
|
110 000
|
fm³/Tag
|
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|
Bedienmannschaft:
|
5
|
Mann
|
5
|
Mann
|
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Dienstmasse gesamt:
|
12 840
|
t
|
7 800
|
t
|
||
|
Gesamtlänge:
|
ca. 240
|
m
|
ca. 210
|
m
|
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|
Gesamthöhe:
|
96
|
m
|
ca. 70
|
m
|
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|
Antriebsleistung:
|
16 560
|
KW
|
9 478
|
KW
|
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|
mittlerer Bodendruck:
|
17,1
|
N/cm²
|
12,3
|
N/cm²
|
||
|
Fahrwerk
Hauptgerät
|
Bagger 288 |
Bagger 259 |
||||
|
Anzahl
der Raupen:
|
12
|
Raupen
|
12
|
Raupen
|
||
|
Breite des Fahrwerks:
|
46
|
m
|
31
|
m
|
||
|
Fahrgeschwindigkeit:
|
2-10
|
m/min
|
28
|
m/min
|
||
|
max. resultierende Neigung:
|
1:18
|
|
1:20
|
|
||
|
min. Kurvenradius:
|
ca. 100
|
m
|
50
|
m
|
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|
Beladegerät
|
Bagger
288
|
Bagger 259 |
||||
|
Fahrgeschwindigkeit:
|
10
|
m/min
|
2 8
|
m/min
|
||
|
max. resultierende Neigung:
|
1:18
|
|
1:20
|
|
||
|
min. Kurvenradius:
|
50
|
m
|
50
|
m
|
||
|
Schaufelrad
|
Bagger 288 |
Bagger 259 |
||||
|
Schaufelraddurchmesser:
|
21,6
|
m
|
17,3
|
m
|
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|
Anzahl der Schaufeln:
|
18
|
Schaufeln
|
10
|
Schaufeln
|
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|
Schaufel Nenninhalt:
|
6,6
|
m³
|
2,6
|
m³
|
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|
Schüttungszahl:
|
48
|
/Minute
|
44
|
/Minute
|
||
|
Nennleistung des Motors:
|
4 x 840
|
KW
|
2 x 750
|
KW
|
||