Fackelzug "Die Bildung brennt!"
am Montag, 8.12.1997, durch die Aachener Innenstadt
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Studentenproteste
An der RWTH wird bis Freitag weitergestreikt
Eine Vorlesung auf dem Fischmarkt
 
Aachen (wer). 
Die RWTH-Studenten wollen ihren Streik bis Freitag fortsetzen. Das hat gestern die 
Vollversammlung beschlossen, an der rund 2500 Studierende teilnahmen. 
Am Freitag soll auf einer erneuten Vollversammlung entschieden werden, wie es weitergeht. Unterdessen greift die Streikwelle auch auf die Schulen über. Die Schüler/innen der Heinrich-Heine-Gesamtschule werden sich ab Mittwoch, spätestens Donnerstag, am Streik beteiligen. Das beschloß gestern ihre Vollversammlung. 
Weitere Versammlungen in Aachener Gymnasien sind für die nächsten Tage anberaumt. 
Während die Fachhochschule noch nicht streikt, befinden sich die 700 Studierenden der katholischen Fachhochschule seit Mittwoch im Ausstand. Sie ließen heute unter dem Motto ,,KFH geht in die Luft - das Hochschulrah-
mengesetz sprengt unsre Möglichkeiten" Luftballons steigen. Zwei Drittel der Teilnehmer haben sich auf der RWTH-Vollversammlung für eine Weiterführung des Streiks ausgesprochen. Es ging ziemlich turbulent zu, da wegen der hohen Teilnehmerzahl die Versammlung in mehreren Räumen gleichzeitig stattfand (Audimax, Roter und Grüner Hörsaal sowie Foyer), 
An der RWTH gab es gestern fast keine regulären Veranstaltungen. Dagegen haben Studierende - und Professoren - eine ganze Reihe von Alternativ-Aktionen auf die Beine gestellt. So hielt der Mathematiker Prof. Hiß um 11 Uhr auf dem Fischmarkt vor etwa 80 Teilnehmern eine Vorlesung über die Codierungs-Theorie. 
In den Abendstunden setzte sich unter dem Motto ,,Die Bildung brennt" ein Fackelzug in Bewegung, der seinen Weg über Elisenbrunnen und Markt bis zum Kármán-Auditorium nahm.   
 Aus den Aachener Nachrichten vom Dienstag, 9. Dezember 1997, Seite 11

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