4000 Leute (nach Presseberichten *) bei der Vollversammlung am 03.12.1997 im Audimax der RWTH-Aachen
Hier wurde der unbefristete Streik beschlossen.
Spontane Blockade des ÖPNV nach der VV am 3.12.97 auf dem Pontwall
 
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RWTH zieht beim Protest gegen die Hochschulmisere nach
Studenten beschlossen "aktiven Streik"
 
Von Nachrichten-Redakteur Gerald Eimer  

Aachen. 

Seit gestern beteiligen sich auch die Studenten der Technischen Hochschule (RWTH) Aachen an den Protesten gegen die Rotstiftpolitik im Bildungsbereich. 

Auf einer von rund 4000 Studenten besuchten Vollversammlung beschlossen sie am späten Nachmittag mit großer Mehrheit einen unbefristeten aktiven Streik. Auch die Studenten der Katholischen Fachhochschule in Aachen 

boykottieren seit gestern die Vorlesungen. Damit beteiligen sich nunmehr rund 80 Hochschulen im ganzen Bundesgebiet an den Streiks.  

Mit ihren bundesweiten Protesten wenden sie sich vor allem gegen Studiengebühren, Beschränkungen beim Hochschulzugang und Kürzungen bei Studienförderung. Zugleich fordern sie eine Verbesserung der Lehrqualität.  

In Nordrhein-Westfalen sind die Studenten heute aufgerufen, sich an der Kundgebung in Düsseldorf zu beteiligen. Auch aus Aachen starten Busse in die

Landeshauptstadt. Dort werden rund 25 000 Teilnehmer erwachtet.  

Auf Anfrage der Nachrichten sagte Roland Walter, Rektor der RWTH, er könne die Proteste der Studenten verstehen. Wenn auch die Situation in Aachen noch "relativ günstig" sei, so gebe es doch "an 1000 Ecken Schwierigkeiten und Verbesserungsmöglichkeiten". Er verwies unter anderem auf die baulichen Mängeln der RWTH.  
Noch vor dem Streikbeschluß sagte er: "Ich werde unsere Studenten bei dem was sie machen gerne begleiten, soweit ich das kann."

 Artikel der Aachener Nachrichten vom Donnerstag, den 4. Dezember 1997, Seite 1


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