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Belichtungsfaktoren für Zonensystem

Mit dieser Tabelle kann das Zonensystem auch für das Labor nutzbar gemacht werden. Sie gilt speziell für das Agfa Multicontrast Premium Papier. Aber auch für andere Papiere wird sie einsetzbar sein.

Tabelle für Multigrade Einlegefilter
0 (extraweich) 1 (weich) 2 (spezial) 3 (normal) 4 (hart) 5 (extrahart) Beschreibung Zone
9,31 6,73 4,87 3,79 6,04 5,52 SCHWARZ I
5,53 3,92 2,83 2,29 3,79 3,4 schwarze Kleider II
3,16 2,55 2 1,72 3,05 2,77 durchgezeichnete Schatten III
1,78 1,57 1,41 1,24 1,35 2,11 Schattenzone bei Portraits IV
1,02 1 1 0,96 1,88 1,88 Neutralgrau V
0,7 0,7 0,71 0,75 1,6 1,6 hellblauer Himmel, Hauttöne VI
0,43 0,45 0,5 0,56 1,2 1,31 helle Hauttöne VII
0,32 0,34 0,39 0,45 1 1,11 Spitzlichter VIII
0,24 0,26 0,31 0,34 0,82 0,9 Papierweiß IX
               
1:25 1:16 1:10 1:7 1:4 1:3,2 Belichtungsumfang  
Die oberen Werte gelten für Multigrade Einlegefilter, bei denen die Gradation 4 bis 5 die doppelte Belichtungszeit erfordert.

Verwendung der Tabelle
Man erstellt erst einen neutralgrauen Tonwert ohne Negativ durch Vergleich mit einer Neutralgraukarte. Auf diesem wird der Belichtungsmesser geeicht. Ich habe einen Indexwert von 3,39 Lx*s bei eingelegtem Filter Nr. 2 erhalten. Wichtig ist aber nur, dass man durch die vom Belichtungsmesser erhaltene Zeit ein trockenes (auf trockenem Papier sind die Tonwerte dunkler!) Neutralgrau auf dem Fotopapier bekommt. Alle Messungen sollten immer mit dem Filter Nr. 2 gemacht werden, auch wenn man das Bild später mit einem anderen Filter belichtet.

Jetzt legt man das Negativ ein und bestimmt die Gradation, indem man eine helle und dunkle Stelle im Negativ, die später noch Zeichnung haben soll, ausmißt. Diese dabei erhaltenen Zeiten dividiert man durcheinander und erhält den Belichtungsumfang, den das Papier haben muß. Nach der obigen Tabelle wählt man eine entsprechende Gradation aus. Beispiel: Bekommt man für eine durchgezeichnete Schattenpartie (helle Stellen im Negativ) im Negativ 5s angezeigt, für eine durchgezeichnete Lichterpartie (dunkle Stellen im Negativ) 50s, so sollte das Papier einen Belichtungsumfang von 1:10 verkraften können. Nach obiger Tabelle wählt man die Gradation Nr. 2 (Spezial) aus.

Jetzt kann man jeden Punkt des Negativs ausmessen und durch Multiplikation der angezeigten Zeit mit den oben angegebenen Faktoren die für einen gewünschten Grauwert nötige Belichtungszeit bestimmen. Beispiel: Man mißt die hellen Hauttöne (relativ dunkle Stellen auf dem Negativ) bei einem Portrait aus und erhält 40s. Dann überlegt man, welcher Grauwert das auf dem Papierbild entsprechen soll. Man entscheidet sich für Zone VI, multipliziert die 40s mit dem Faktor 0,5 und erhält eine Belichtungszeit von 20s. Nun trägt der Porträtierte aber ein weißes Hemd mit einer gemessenen Belichtungszeit von 50s, welches man gerne etwas dunkler haben möchte. Man entscheidet sich für die Zone IV und errechnet anhand der obigen Tabelle eine Belichtungszeit von 70,5s. Also belichtet man das gesamte Bild mit 20s und Filter 2, das Hemd aber mit 50,5s nach.

Insgesamt bietet dieses System eine Fülle weiterer Kontrollmöglichkeiten (Nachbelichten und Abwedeln im Verbindung mir unterschiedlichen Gradationsfiltern). Hier noch die (ungefähren) Werte für Farbvergrößerer:

Tabelle für Farbvergrößerer
0 (extraweich) 1 (weich) 2 (spezial) 3 (normal) 4 (hart) 5 (extrahart) Beschreibung Zone
13,965 8,749 4,87 4,927 4,53 6,348 SCHWARZ I
8,295 5,096 2,83 2,977 2,8425 3,91 schwarze Kleider II
4,74 3,315 2 2,236 2,2875 3,1855 durchgezeichnete Schatten III
2,67 2,041 1,41 1,612 1,0125 2,4265 Schattenzone bei Portraits IV
1,53 1,3 1 1,248 1,41 2,162 Neutralgrau V
1,05 0,91 0,71 0,975 1,2 1,84 hellblauer Himmel, Hauttöne VI
0,645 0,585 0,5 0,728 0,9 1,5065 helle Hauttöne VII
0,48 0,442 0,39 0,585 0,75 1,2765 Spitzlichter VIII
0,36 0,338 0,31 0,442 0,615 1,035 Papierweiß IX
               
1:25 1:16 1:10 1:7 1:4 1:3,2 Belichtungsumfang  
60Y 25Y 10M 30M 60M 130M Farbfilterwerte für Durst


Idee und Errechnen der Werte: Hendrik Brixius


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